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USA 2012
sunny days in four corner states
Moab
Mineral Canyon Road und Potash Road

vorab der Reisebericht als Video
Teil 1
Teil 2
Teil 3

Eigentlich wollten wir ja in diesem Jahr nochmal in die Schweiz, vielleicht ins Tessin und zum Vierwaldstätter See, wo wir 2009 auf der Durchreise für ein paar Tage waren. (siehe hier) Aber der ständig steigende Schweizer Franken vermieste uns unsere Pläne, ich hab schließlich keine Lust Fantasiepreise für ein halbwegs anständiges Hotelzimmer zu bezahlen. 

So kam, was kommen musste, ein gutes Angebot von British Airway für Flüge nach Denver überzeugte letztlich auch meine Frau, und so hob unsere Maschine um 16.50 Ortszeit mit ca. 45 min. Verspätung in London ab, nachdem wir die Kurzstrecke ab Düsseldorf wie Busfahren empfunden haben. Gegen 19.30 Ortszeit landeten wir dann in Denver.

Etwas ärgerlich war, dass der Mitarbeiter des Autovermieters Dollar auf linke Weise versuchte mir für insges. über $ 340,00 eine Reisekrankenversicherung und eine zusätzliche Haftpflichtversicherung anzudrehen, und zwar ohne mich zu informieren. Ganz linke Nummer. In der Choiseline standen dann 4 Ford Escape und 1 Jeep. Ich entschied mich für den weißen Ford mit der niedrigsten Laufleistung, immerhin schon ca. 34.000 . Die Zeiten, wo man Autos mit unter 10.000 Meilen bekommt, gehören wohl der Vergangenheit an.

 Quartier gemacht haben wir im Fairfield Inn auf der Tower Road, das wir vorher über Priceline gebucht haben.  Hotelbewertung: ***

Am nächsten Morgen waren wir natürlich früh dran, die Sonne lachte am Himmel, wir machten ein paar Einkäufe im nahen Walmart und machten uns auf den Weg Richtung Moab.

Auf der Fahrt auf der I 70 begegnet man immer wieder dem Colorado River, so auch hier, wo wir eine kleine Rast gemacht haben.

Am frühen Nachmittag erreichten wir den Scenic Byway 128, der uns jedesmal schöner vorkommt. Wir waren angekommen. 
Wir checkten ein im BW-Greenwell Inn, wo wir 1995 schon mal gewohnt hatten. Viel wollten wir heute nicht mehr kaputt machen, und so machten wir ein paar Einkäufe, ich drehte ein paar Runden im Pool, und abends gingen wir essen in der Moab Brewery. Das Half Rack und die Hühnerbrust sind sehr zu empfehlen. *****
Gefahrene Meilen ab Denver : 366

Am nächsten Morgen machen wir uns auf zur Mineral Canyon Road, die wir 2010 nicht gefunden haben. Eine gute Anfahrtbeschreibung findet man u.a. hier.

Aber Vorsicht, ca. 300 Meter vorher, und zwar fatalerweise direkt nach dem Schild "Mineral Bottom" zweigt eine andere Straße ab, die dorthin führt wo wir in 2010 waren. Das ist die falsche Straße !!! 

Dieses mal fahren wir richtig ab, und nachdem uns die Straße durch eher etwas langweiliges Gebiet führt, und wir zwischendurch ein paar Mal einigen Kühen ausweichen mussten sind wir am Rand der Canyonabfahrt angekommen. Ein paar Biker verstauen gerade ihre Räder, die haben den Weg aufwärts bereits hinter sich. Übrigens: von oben sieht es heftiger aus, als es letztlich ist.

Der Blick von oben zeigt aber nicht nur eine tolle Streckenführung, sondern auch einen wunderschönen Canyon und man ahnt bereits was auf einen zukommt.
Wenn man an der Abbiegung links zur White Rim Road vorbei fährt, kommt man automatisch nach rechts auf die kurze, oben sichtbare Strecke die zu einem Parkplatz führt, wo ein Sheriff mit seinem Auto stand. Keine Ahnung was der hier wollte. Nach einiger Zeit kommen auf dem Fluß zwei Männer angepaddelt, die seit 2 Tagen unterwegs waren, und hier jetzt Schluß machen. Im Boot ist jede Menge Zeug, ein Wunder, dass die sich über Wasser gehalten haben.


Wir bleiben hier eine ganze Weile, genießen die zauberhafte Landschaft, und fahren dann noch etwas weiter in die eingeschlagene Richtung, wo wir ein Autowrack mit jeder Menge Einschußlöchern sehen (siehe Galerie).

Mineral Canyon Road from Sepp Esser on Vimeo.

Schließlich fahren wir noch zurück, und fahren noch die nach links führende White Rim Road ein ganzes Stück.

Wir sind die ganze Zeit alleine hier unten, das ist kaum zu glauben, die ganzen Massen toben woanders rum, wie schön.

Als die Wegstrecke immer holpriger wird, fahren wir wieder zurück. Das hat sich wirklich gelohnt, allerdings ist das Auto bereits am ersten Tag so richtig eingesaut.
Aber wir haben heute ja noch eine Dirtroad vor uns, die Potashroad, die kurz hinter der Brücke des Colorado Rivers als 279 ausgeschildert ist. Die ersten 15 Meilen führen sehr schön am Fluß enlang zu einem schönen Rastplatz, an dem wir erst mal ein Päuschen einlegen, unseren Salat essen.

Es ist bereits früher Nachmittag, wir lassen uns Zeit und unterhalten uns mit einer amerikanischen Familie, von denen eine Frau, wie könnte es anders sein, 3 Jahre in Deutschland gelebt hat und die noch etwas Deutsch spricht.
Wir fahren weiter bis zur Fabrik, wo die Straße als Dirtroad weiterführt, und landschaftlich immer interessanter wird. Es geht vorbei an der Kali Anlage, die zwar schön blau aussieht, aber eine ökologische Todsünde ist.
Vor zwei Jahren waren wir etwas später im Jahr hier (siehe Bericht), da stand alles in Blüte, das sehen wir diesmal leider nicht. Auch ist die Strecke deutlich rumpeliger geworden, ein reines Fahrvergnügen ist es jedenfalls nicht. Wir haben seinerzeit ein paar PKW`s auf der Strecke gesehen, das wäre diesmal unmöglich. Ohne SUV mit High Clearance geht hier gar nix. Nach einiger Zeit hat uns der Colorado River wieder.
Wir schauen uns überall mal um und fahren dann zur Schleife des Colorado, die man ja auch von oben bewundern kann, genannt Dead Horse Point. Eine wirklich grandiose Aussicht.

Vergrößern durch klicken auf das Bild

Wir haben in der ganzen Zeit hier vielleicht 2-3 Autos gesehen, sonst hatten wir die ganze Sache für uns alleine. Nach einiger Zeit fahren wir wieder zurück, die Strecke bis Moab zieht sich ganz ordentlich, zumal es mir zurück noch rumpeliger vorkommt als hin.

Im Hotel spring ich nochmal in den Pool und hol uns anschließend im Citymarket eine Kleinigkeit zu essen. Wir sind noch satt von gestern, und uns steckt auch die Umstellung noch ein wenig in den Knochen. Nach ein paar Büchsen Budweiser geht früh das Licht aus.

Gute N
acht. 

Gefahrene Meilen : 144
Facit Mineral Canyon Road und Potash Road:

Beides sind absolute Highlights in dieser Gegend, auch wenn die PotashRoad diesmal ein wenig schwierig zu fahren war, und wir für die Kakteenblüte zu früh dran waren. Im Nachhinein bin ich froh dass wir die Mineral Canyon Road beim letzten Mal nicht gefunden haben, so konnten wir das nun um so mehr geniessen.
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